Systemisch
Was bedeutet systemisch?
Systemisches Arbeiten nimmt zum Ausgangspunkt, dass Menschen nicht isoliert leben, sondern immer Teil von Beziehungen, Familien, Partnerschaften, Teams und anderen sozialen Zusammenhängen sind. Außerdem bezieht man die jeweiligen Lebensumstände, und Bedingungen – den Kontext – mit ein. Symptome oder Konflikte entstehen daher nicht „nur in einer Person“, sondern im Zusammenspiel mit ihrem Umfeld – innerhalb eines Systems.
In der systemischen Therapie und Beratung wird daher nicht die Frage betrachtet
„Was stimmt nicht mit mir/ ihm/ ihr/ uns?“
sondern vielmehr
„Was passiert zwischen mir und anderen – und wie kann sich das verändern?“
Der Blick richtet sich auf Beziehungen, Kommunikationsmuster, Rollen, Erwartungen und wiederkehrende Dynamiken.
Systemische Haltung
Systemisches Arbeiten ist geprägt von einer wertschätzenden, ressourcen- und lösungsorientierten Haltung:
- Jeder Mensch handelt aus guten Gründen, auch wenn diese nicht immer bewusst sind.
- Probleme sind keine Eigenschaften von Personen, sondern Ausdruck von Beziehungen und Kontexten.
- Veränderung beginnt mit neuen Perspektiven und ist immer auf vielfältige Weise möglich.
Ich verstehe meine Therapie und Beratung als gemeinsamen Denk- und Entwicklungsraum – für Ihre Themen und Ziele.
Was ich an der systemischen Arbeit besonders schätze
Der systemische Ansatz entlastet. Indem er den Blick von Problemen, Schuldfragen und Zuschreibungen löst– und ihn öffnet für Zusammenhänge, Möglichkeiten und neue Wege.
Der Blick ist achtsam und nach vorne gerichtet. Er sucht nicht (endlos) nach Erklärungen, er bezieht Vergangenes insofern ein, wie es bedeutsam und hilfreich ist, um einen Schritt weiter zu kommen.
»Problemtalk creates problems. Solutiontalk creates solutions.« Steve deShazer